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Unsere Geschichte – Teil 2: Corona, Krise und Chancen (2020)

  • Autorenbild: Sardamore UG
    Sardamore UG
  • 9. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Jan.

Anfang 2020 änderte sich alles – nicht schleichend, sondern abrupt.

Was eben noch Alltag war, kam zum Stillstand. Termine wurden abgesagt, Kontakte eingefroren, Planung unmöglich.


Rückblickend war Corona kein Kapitel unter vielen.

Es war der erste echte Stresstest unserer Selbstständigkeit.



Stillstand auf Papier – Bewegung im Kopf

Im Januar 2020 waren wir noch im Kurzurlaub.

Wenige Wochen später fiel ein Wort, das bis dahin weit weg klang: Risikogebiet.


Wir wurden positiv getestet und vom Gesundheitsamt für mehrere Wochen in Quarantäne geschickt.

Vier Wochen Stillstand. Keine Termine. Kein Austausch. Keine Ablenkung.


Und gleichzeitig: Zeit.


Nicht für Erholung – sondern zum Nachdenken.

Über Selbstständigkeit.

Über Abhängigkeiten.

Über das, was passiert, wenn äußere Sicherheit plötzlich wegfällt.



Vom Homeoffice zur Akquise – nicht aus Mut, sondern aus Notwendigkeit

Während viele abwarteten, mussten wir handeln.

Nicht aus Optimismus, sondern weil Nichtstun keine Option war.


Ich habe die Architektenkammer durchforstet und rund 400 Architektinnen und Architekten persönlich angeschrieben.

Ohne Netzwerk.

Ohne Empfehlungen.

Ohne Garantie.


Was zurückkam, waren wenige Antworten.

Noch weniger konkrete Anfragen.

Und kaum Aufträge, die wirtschaftlich relevant gewesen wären.


Aber es waren erste Schritte.

Und in dieser Phase war genau das entscheidend.



Niemand kannte uns – aber Hilfe wurde gebraucht

Die Situation war für viele chaotisch.

Architekturbüros mussten plötzlich digital arbeiten, Prozesse umstellen, Entscheidungen treffen – oft ohne Vorbereitung.


Wir konnten nicht alles lösen.

Aber wir konnten reagieren:

  • schnell

  • flexibel

  • zuverlässig


Nicht, weil wir besonders gut waren, sondern weil wir verfügbar waren.


Julia unterstützte, wo es nötig war:

Organisation, Kommunikation, Struktur.

Nicht als Unternehmerin, sondern als die Person, die Ordnung in eine unruhige Zeit brachte.



Investitionen ohne Sicherheit

Um arbeitsfähig zu bleiben, mussten wir investieren:

  • Hardware

  • Software

  • Lizenzen

  • Infrastruktur


Nicht, weil es bequem war – sondern weil es notwendig war.


Rückblickend war das ein Risiko.

Damals fühlte es sich alternativlos an.


Selbstständigkeit bedeutet nicht, Risiken zu vermeiden.

Sondern sie bewusst einzugehen, wenn Stillstand keine Lösung ist.



Gemeinsam durch Unsicherheit

Diese Monate haben viel verändert.

Nicht nur im beruflichen Alltag, sondern auch zwischen uns.


Wo früher klare Rollen waren, mussten neue gefunden werden.

Wo Wochenenden selbstverständlich waren, wurden sie zu Planungstagen.


Und trotzdem – oder gerade deshalb – entstand etwas Wichtiges:

ein gemeinsames Verständnis dafür, dass Unternehmertum nicht aus Aufgaben besteht, sondern aus Haltung.



Fazit: Stillstand ist eine Illusion

2020 war kein Durchbruchsjahr.

Aber es war auch kein verlorenes Jahr.


Es war der Moment, in dem wir verstanden haben:

  • Sicherheit ist relativ

  • Planung ist begrenzt

  • Handlungsfähigkeit ist entscheidend


Corona war keine Chance im klassischen Sinne.

Aber es war ein Signal, dass Selbstständigkeit bedeutet, sich immer wieder neu zu orientieren – auch dann, wenn niemand sagen kann, wohin.



Ausblick auf Teil 3

Die ersten Aufträge kommen.


Mit ihnen wächst das Geschäft – und neue Herausforderungen.


Warum Wachstum ohne Struktur gefährlich ist und wie falsche Beratung später teuer wurde, erzählen wir in Teil 3.

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