Unsere Geschichte – Teil 1: Mut zur Verantwortung – Wie alles begann (2019–2020)
Aktualisiert: 1. Jan.
Mut zur Verantwortung – Wie alles begann (2019–2020)
2019 begann unsere Reise in die Selbstständigkeit nicht mit einer großen Vision, sondern mit ganz profanen Dingen: Formularen, Nachweisen, Gebühren – und vielen offenen Fragen.
Der Schritt war nicht romantisch, sondern nüchtern. Und genau das beschreibt diesen Anfang am besten.
Die Entscheidung zur Selbstständigkeit fiel nicht aus Leichtsinn, sondern aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen – fachlich, wirtschaftlich und persönlich.
Selbstständigkeit beginnt nicht mit Freiheit, sondern mit Pflichten
Wer sich in Deutschland selbstständig macht, lernt schnell:
Bevor überhaupt gearbeitet werden kann, müssen Nachweise erbracht, Mitgliedschaften abgeschlossen und Versicherungen organisiert werden. Ingenieurkammer, Berufshaftpflicht, Bürokratie.
2019 und 2020 waren geprägt von genau diesen Themen.
Nicht spektakulär – aber prägend.
Wir haben früh verstanden, dass Selbstständigkeit nicht bedeutet, frei zu sein, sondern verantwortlich. Für Entscheidungen, für Konsequenzen und für das eigene Handeln.
Arbeiten, wenn andere frei haben
Während andere ins Wochenende gingen, saß ich im Büro.
Statiken rechnen, Unterlagen prüfen, Lösungen suchen.
60 bis 70 Stunden pro Woche waren keine Ausnahme, sondern Normalität.
Freizeit gab es kaum.
Was blieb, waren Abende und Gespräche – meist müde, manchmal erschöpft, aber ehrlich.
Julia war in dieser Phase nicht „Teil des Geschäfts“, sondern der stabile Gegenpol.
Sie hat mir den Rücken freigehalten, mitgetragen, hinterfragt und ausgehalten.
Nicht als Unternehmerin, sondern als Partnerin, die verstanden hat, was diese Entscheidung bedeutet.
Die ersten Hürden – und was sie wirklich lehren
Rückblickend war diese Phase eine Schule, für die es keine Lehrbücher gibt.
Man lernt nicht aus Seminaren, sondern aus dem Alltag.
Wir haben Fehler gemacht.
Wir haben Dinge unterschätzt.
Und wir haben gelernt, dass Planung nicht bedeutet, alles zu wissen – sondern bereit zu sein, zu lernen.
Nicht alles lief rund.
Aber wir sind drangeblieben.
Partnerschaft verändert sich – und trägt
Selbstständigkeit wirkt sich nicht nur auf Arbeit aus, sondern auf Beziehungen.
Wo früher Wochenenden selbstverständlich waren, wurde Arbeit zum festen Bestandteil des Alltags.
Diese Zeit hat uns nicht auseinandergebracht, sondern gezwungen, klar zu kommunizieren.
Über Erwartungen.
Über Belastung.
Über Grenzen.
Das gemeinsame Verständnis, dass Arbeit und Leben zusammengehören, wurde später zu einem wichtigen Fundament – auch für das, was Jahre später unter Sardamore gedacht wurde.
Fazit: Verantwortung ist keine Last
2019 und 2020 waren keine Jahre des Erfolgs.
Aber sie waren Jahre der Klarheit.
Es ging nicht darum, schnell etwas aufzubauen, sondern überhaupt zu verstehen, worauf man sich einlässt.
Das Fundament, das in dieser Zeit entstanden ist, trägt bis heute – nicht, weil alles richtig lief, sondern weil wir Verantwortung übernommen haben.
Verantwortung beginnt nicht mit einer Unterschrift beim Notar, sondern mit der Entscheidung, es trotzdem zu tun.
Ausblick auf Teil 2
2020 bringt eine Zäsur: Corona.
Stillstand, Unsicherheit – und gleichzeitig neue Möglichkeiten.
Warum ausgerechnet diese Zeit zur Grundlage für neue Aufträge wurde, erzählen wir in Teil 2.



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