Unsere Geschichte – Teil 4: Neustart auf Sardinien – Die Geburt von Sardamore (2022 – 2023)
- Sardamore UG

- 16. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Jan.
Nach zwei intensiven Jahren voller Arbeit, Entscheidungen und wachsender Verantwortung wurde eines deutlich:
Wir funktionierten – aber wir reflektierten kaum noch.
Es ging nicht um Erschöpfung, sondern um Richtung.
Abstand schafft keine Lösungen – aber Klarheit
Im Sommer 2022 waren wir auf Sardinien.
Nicht, um etwas hinter uns zu lassen, sondern um Abstand zu gewinnen.
Julia mit der Kamera.
Ich mit vielen offenen Gedanken.
Es war kein Rückzug und kein Neuanfang im klassischen Sinn.
Sondern ein bewusstes Innehalten.
Abends sprachen wir über Wein, Kultur, Lebensweise – und darüber, warum viele gute Dinge unterwegs verloren gehen, wenn Arbeit alles dominiert.
Von der Idee zum Gedankenexperiment
Aus diesen Gesprächen entstand keine Geschäftsidee, sondern eine Frage:
Warum trennen wir Genuss, Qualität und Haltung so strikt von unserem Alltag?
Sardinien stand dabei nicht für Urlaub, sondern für Konsequenz:
klare Herkunft
ehrliches Handwerk
einfache Prinzipien
Sardamore entstand zunächst nur im Kopf.
Ohne Businessplan.
Ohne Erwartung.
Romantik trifft Realität
Zurück in Deutschland wurde aus dem Gedanken ein Projekt.
Und sehr schnell wurde klar:
Eine Idee trägt nicht durch Bürokratie.
Die Gründung der UG bedeutete:
Notartermin
Satzung
IHK
Finanzamt
Genehmigungen
Kosten
Plötzlich ging es nicht mehr um Haltung, sondern um Pflichten.
Die ersten Schritte waren kein Geschäftsstart, sondern ein Lernprozess.
Die ersten Investitionen kein Wachstum, sondern Voraussetzung.
Sardamore war kein Geschäftsmodell
Die ersten Versuche – unter anderem mit physischen Produkten – waren keine Erfolgsgeschichte.
Sie waren ein Test.
Kosten trafen auf fehlende Erfahrung.
Struktur auf fehlende Klarheit.
Wir mussten akzeptieren:
Leidenschaft ersetzt kein System.
Und eine gute Idee ist noch kein tragfähiges Unternehmen.
Unsere Rollen wurden klarer
Julia brachte ihre fotografische Handschrift ein.
Nicht als Umsatztreiber, sondern als Ausdruck.
Ich übernahm Struktur, Technik und Organisation.
Nicht aus Überzeugung, sondern aus Verantwortung.
Sardamore war damit kein gleichberechtigtes Geschäftsprojekt, sondern ein gemeinsamer Denkraum – getragen von sehr unterschiedlichen Rollen.
Der Sinn hinter Sardamore
Sardamore war nie dafür gedacht, schnell profitabel zu sein.
Es war der Versuch, Dinge zusammenzuführen:
Arbeit und Haltung
Struktur und Lebensqualität
Technik und Emotion
Nicht als fertiges Konzept, sondern als Prozess.
Fazit: Sardinien war kein Neustart – sondern ein Spiegel
Sardinien hat uns nichts abgenommen.
Aber es hat sichtbar gemacht, was gefehlt hat.
Sardamore entstand nicht aus Erfolg, sondern aus dem Wunsch, bewusster zu gestalten – ohne zu wissen, wie lange dieser Weg dauern würde.
Ausblick auf Teil 5
2023 bringt neue äußere Veränderungen – wirtschaftlich und persönlich.
Warum aus dem Wunsch nach Klarheit der Bedarf nach Struktur wurde, erzählen wir in Teil 5.




Kommentare