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Unsere Geschichte – Teil 7: Wenn ein Kredit kippt und plötzlich alles sichtbar wird (Ende 2024 / Anfang 2025)

  • Autorenbild: Sardamore UG
    Sardamore UG
  • 30. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Jan.

Ende 2024 war vieles erklärbar – aber nicht mehr tragbar.


Hohe Verantwortung.

Kaum Pausen.

Ein System, das nach außen funktionierte.


Und dann kam der Moment, der sich nicht mehr relativieren ließ.


Der Punkt, an dem Theorie zur Praxis wird

Bis dahin hatte alles irgendwie funktioniert.

Arbeit war da.

Projekte liefen.

Verantwortung wurde getragen.


Doch dann konnte ein Kredit nicht mehr fristgerecht bedient werden.


Nicht aus Nachlässigkeit.

Nicht aus Konsum.

Nicht aus fehlender Arbeit.


Sondern weil sich über Jahre ein System aufgebaut hatte, das finanziell immer enger wurde.



Arbeit war da – Geld trotzdem zu knapp

Das ist der Punkt, den viele schwer nachvollziehen können:

  • Die Projekte im Industriebau waren da.

  • Die Auslastung war hoch.

  • Die Arbeit lief.


Und trotzdem reichte die Liquidität nicht mehr aus, um alle Verpflichtungen gleichzeitig zu bedienen.


Die Gründe lagen nicht in einem einzelnen Fehler, sondern in der Summe:

  • falsche steuerliche Einschätzungen seit 2021

  • dauerhaft zu hohe Vorauszahlungen

  • laufende Kreditverpflichtungen

  • zusätzliche Kosten durch mehrere Strukturen

  • ein seit Jahren andauerndes Gerichtsverfahren


Kein Faktor für sich war existenzbedrohend.

Zusammen wurden sie es.



Wenn die Bank Fakten schafft

Mit der Fälligstellung des Kredits änderte sich der Blick auf alles.


Plötzlich ging es nicht mehr um Optimierung.

Nicht um Zukunft.

Sondern um Stabilität.


Es war der Moment, in dem klar wurde:

So wie bisher kann es nicht weitergehen.


Nicht dramatisch.

Nicht panisch.

Aber endgültig.



Gespräche, die anders sind als zuvor

Die Gespräche zwischen uns veränderten sich.

Nicht in Lautstärke – sondern in Tiefe.


Julia stellte Fragen, die man sich oft zu spät stellt:

  • Wo sind wir abhängig?

  • Was passiert, wenn ein Projekt wegfällt?

  • Wie viele Risiken tragen wir gleichzeitig?


Es ging nicht mehr um „mehr“.

Sondern um „besser“.



Google Maps meldet sich – diesmal deutlich

Bis hierhin hatte Google Maps nur leise gerechnet.

Jetzt kam die klare Meldung:

„Route wird neu berechnet.“

Nicht, weil wir falsch gefahren sind.

Sondern weil der bisherige Weg nicht mehr tragfähig war.


Das Ziel war unverändert:

selbstbestimmt arbeiten, Verantwortung übernehmen, Qualität liefern.


Aber der Weg dorthin musste sich ändern.



Fazit: Der Wendepunkt

Ende 2024 / Anfang 2025 war kein Zusammenbruch.

Aber es war der Wendepunkt.


Der Moment, in dem sichtbar wurde:

  • wie fragil Systeme sein können

  • wie lange Fehler wirken

  • und wie wichtig es ist, rechtzeitig neu zu denken


Nicht aus Angst.

Sondern aus Verantwortung – sich selbst und der eigenen Zukunft gegenüber.



Ausblick auf Teil 8

2025 beginnt mit Entlastung durch Umschuldung.


Doch im Sommer folgt der nächste Test:

fehlende Zahlungsbereitschaft im Markt, acht Wochen ohne Projekte – und die Frage, wie belastbar ein Neuanfang wirklich ist.

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