Unsere Geschichte – Teil 5: Von der Baukrise zur Markenbildung (2023)
- Sardamore UG

- 23. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Jan.
2023 begann nicht mit neuen Ideen, sondern mit äußeren Veränderungen.Märkte wurden vorsichtiger.Investitionen verschoben.Entscheidungen vertagt.
Was sich lange angebahnt hatte, wurde spürbar.
Wenn Märkte wanken und Planung nicht mehr greift
Anfang 2023 veränderte sich das Umfeld deutlich.
Der Bausektor verlor an Dynamik, Projekte wurden zurückgestellt, Budgets enger kalkuliert.
Das Ingenieurbüro funktionierte weiter – aber die Selbstverständlichkeit, mit der Entscheidungen zuvor getroffen wurden, war verschwunden.
Planung wurde schwieriger.
Sicherheit relativ.
Stillstand war das nicht – aber ein klares Signal.
Sichtbar werden, ohne mehr zu versprechen
Während sich das Tagesgeschäft veränderte, wurde eine andere Frage wichtiger:
Wie machen wir sichtbar, wofür wir stehen – ohne etwas vorzugeben, das (noch) nicht existiert?
Sardamore rückte in dieser Phase stärker in den Fokus.
Nicht als Geschäftsmodell, sondern als Strukturierungsversuch.
Nicht um zu wachsen, sondern um zu ordnen:
Gedanken
Themen
Richtung
Die innere Bauleitung
Was auf Baustellen gilt, gilt auch für Unternehmen:
Ohne klare Bauleitung entsteht kein tragfähiges Ergebnis.
2023 begannen wir, dieses Prinzip auf uns selbst zu übertragen:
Struktur statt Reaktion
Klarheit statt Aktionismus
Verantwortung statt Hoffnung
Das war keine kreative Phase.
Es war eine nüchterne.
Sardamore wurde greifbarer – nicht erfolgreicher
Aus einem Gedankenraum wurde langsam etwas Greifbares.
Texte entstanden.
Strukturen wurden aufgebaut.
Ideen sortiert.
Aber wichtig:
Sardamore war zu diesem Zeitpunkt kein wirtschaftlicher Erfolg.
Keine Umsätze.
Keine Kunden.
Kein Marktfeedback.
Was entstand, war kein Produkt – sondern ein Rahmen.
Unsere Rollen blieben klar
Julia brachte ihre fotografische Perspektive ein – nicht als Umsatztreiber, sondern als Ausdruck und Haltung.
Ich verantwortete Struktur, Technik und Organisation – nicht aus Ambition, sondern aus Notwendigkeit.
Sardamore war kein gemeinsames Business im klassischen Sinn, sondern ein gemeinsamer Versuch, Ordnung in Komplexität zu bringen.
Ein neuer Blick statt ein neuer Job
2023 ging es nicht darum, etwas Neues zu starten.
Sondern darum, Bestehendes zu hinterfragen.
Was trägt wirklich?
Was kostet mehr, als es bringt?
Und wo verlieren wir Energie, ohne es zu merken?
Diese Fragen waren unbequem – aber notwendig.
Fazit: Marke ist Haltung
Marken entstehen nicht durch Logos oder Konzepte.
Sie entstehen durch Entscheidungen.
2023 hat uns gezeigt, dass Klarheit wichtiger ist als Geschwindigkeit.
Und dass nicht jeder Richtungswechsel ein Fortschritt ist – aber manchmal Voraussetzung dafür.
Sardamore stand am Ende dieses Jahres nicht weiter.
Aber es stand klarer.
Ausblick auf Teil 6
2024 wird Verantwortung zur Belastung.
Warum aus Struktur Druck entsteht – und warum Grenzen notwendig sind, erzählen wir in Teil 6.




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